DOKUMENTARFILM // FERTIGSTELLUNG JANUAR 2011
Synopsis
Kokain ist schon lange keine Edel-Droge mehr, die sich nur eine kleine Elite leisten kann. Gekokst wird aber nicht nur in der Drogenszene: Der weisse «Schnee» hat den Weg von der Gasse längst in die Mitte der Gesellschaft gefunden.
Kokain ist schick, Kokain gilt als Sexdroge, Kokain steigert scheinbar die Leistungsfähigkeit. Der weisse Puder passt damit gut zu einer Gesellschaft, die Leistung und Erfolg gross schreibt. Die Droge ist zudem diskret – Kokainisten sind kaum als solche zu erkennen. Das Rauschmittel wird gerade von jungen Leuten ohne Bedenken konsumiert. Dass Kokain eine heimtückische Droge ist, die schnell psychisch abhängig macht, geht zunehmend vergessen. Grosser Beliebtheit erfreut sich dafür die Kombination von Koks und Alkohol – eine besonders gefährliche Mischung.
«Work hard, play hard» zeigt diesen sorglosen Umgang mit der Modedroge auf und demontiert die verklärten Bilder von Kokain als Edeldroge, Aphrodisiakum und unbedenklichem Aufputschmittel. Der Film begleitet drei Protagonisten, die ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Droge gemacht haben. Anhand ihrer Geschichten lässt sich zum einen die Karriere nachzeichnen, die das Image des Kokains in den letzten Jahren durchlaufen hat. Zum anderen zeigen die Schicksale der porträtierten Personen in eindrücklicher Weise auf, welche Gefahren der Kokainkonsum birgt. Da ist Fiona Lanz als Co-Abhängige, die mit der schwierigen Erinnerung an die Beziehung zu ihrem Ex-Mann, der unter Kokaineinfluss gemordet hat, ringt. Da erzählt Ex-Kokser Marco Morelli aus der Zeit seines exzessiven Konsums – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Und der Gelegenheitskonsument Tim gewährt Einblick in seinen vermeintlich komplikationsfreien Konsum: Der Film begleitet ihn zum Dealer und auf eine Party.
Für den Autor stehen die Emotionen im Vordergrund. Er fragt nach der Befindlichkeit und der Selbstbewertung der Protagonisten. Im Kontrast zum Diktat der Droge schafft der Film Raum für Gefühle wie Erschöpfung und Traurigkeit. «Work hard, play hard» führt dem Zuschauer vor Augen, was es bedeutet, einen Pakt mit dem weissen Pulver einzugehen. Denn der Kokainboom findet mitten in unserer Gesellschaft statt – aber keiner schaut hin. Diese verdrängte Realität zu beleuchten, ist das Hauptanliegen des Autors.
Technische Angaben
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Produktionsland |
Schweiz |
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Produktionsjahr |
2009/2010 |
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Produktion |
Lomotion AG |
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Produzent(en) |
Louis Mataré |
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Co-Produzent |
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Gattung |
Dokumentarfilm |
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Drehformat |
XDCAM HD / Canon 5D Mark II |
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Projektions-/Sendeformat |
HDCAM |
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Dauer |
35 min |
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Sprache |
dialekt |
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Regie |
Marcel Wyss |
| Drehbuch |
Marcel Wyss |
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Chef-Kamera |
Dominik Gehring / Tobias Kaufmann |
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Ton |
Olivier JeanRichard |
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Verleih |
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World Sales |
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